Institutionelles Schutzkonzept

Seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle im Jahr 2010 hat die katholische Kirche die Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt intensiviert. Maßnahmen um Missbrauch vorzubeugen oder ihn zu erkennen und zu beenden sind zum integralen Bestandteil der kirchlichen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen geworden. Einige dieser Maßnahmen sind verpflichtende Schulungen für hauptamtliche MitarbeiterInnen in Kindertageseinrichtungen, in Kirche und in Seelsorge sowie für ehrenamtlich Tätige, die Kontakt zu Kinder und Jugendlichen haben. Für alle gilt außerdem die Verpflichtung, aktuelle polizeiliche Führungszeugnisse vorzulegen, mit denen bereits bekannte Anschuldigungen nachgewiesen werden könnten.

Mit der Erarbeitung eines Institutionellen Schutzkonzeptes geht das Erzbistum Köln nun noch einen Schritt weiter. Hierrunter versteht man die gebündelten Bemühungen eines Trägers um die Prävention von sexualisierter Gewalt.

Es ist der ganzheitliche Ansatz, der auf der Basis einer Grundhaltung von ‚Wertschätzung und Respekt‘ mit dem Ziel und unter dem Dach einer ‚Kultur der Achtsamkeit‘ die verschiedenen präventiven Maßnahmen in Beziehung zueinander bringt. (Grafik Haus)

Eine Arbeitsgruppe von Verantwortlichen aus der Kinder- und Jugendarbeit hat im Jahr 2016 ein solches Konzept für die Pfarreiengemeinschaft entwickelt. Begleitet wurde der Prozess von Pastoralreferent Thomas Burgmer, der aus dem Seelsorgeteam verantwortlich für den Bereich Prävention ist, und Katrin Kreuer. Sie wurde im Laufe des Prozesses vom Kirchenvorstand zur ehrenamtlichen Präventionsfachkraft für die Pfarreiengemeinschaft Neuss Mitte ernannt und ist neben Thomas Burgmer ansprechbar für alle Belange rund um das Thema Prävention. Frau Kreuer ist in unserer Pfarrei bei den Pfadfindern aktiv und durch ihr Studium der Sozialen Arbeit für die Stelle der Präventionsfachkraft nach einer dreitägigen Fortbildung qualifiziert.

Das Institutionelle Schutzkonzept kann auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft eingesehen werden. Es soll lebendig gehalten werden und lebt von Rückmeldungen und Nachfragen aus der Gemeinde. Frau Kreuer und Herr Burgmer freuen sich hier über ihre Email. Außerdem soll es nach zwei Jahren bereits erneut überprüft werden.

Neben den beiden Pfarrinternen Ansprechpartnern hat der Kardinal drei Ansprechpersonen beauftragt.

Frau Hildegard Arz 0152 – 01 64 22 34
Herr Jürgen Dohmen 0152 – 01 64 21 26
Herr Emil Naumann 0221 – 16 42 22 22

Wenn also ein Minderjähriger von sexualisierter Gewalt oder Vernachlässigung berichtet oder man die Vermutung hat, dass ein Kind oder Jugendlicher Opfer sexualisierter Gewalt geworden ist, sind sie zuständig und können benachrichtigt werden. Sie müssen benachrichtigt werden, sobald eine begründete Vermutung gegen eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter oder Ehrenamtlich Tätigen geäußert wird bzw. vorliegt.

Lassen Sie uns gegenüber Menschen, die das Kindeswohl nicht im Blick haben, ein klares Zeichen setzen: Ihr habt bei uns keinen Platz! Wir zeigen: Bei uns ist ein enges Netz der Achtsamkeit und Aufmerksamkeit!

Katrin Kreuer

/ Präventionsfachkraft
katrin.kreuer@gmx.de

Thomas Burgmer

/ Pastoralreferent
02131 – 75 29 387
pastoralreferent.burgmer@neuss-mitte.de
An dieser Stelle finden Sie unser Konzept als PDF-Dokument.

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