Fastenimpulse

Hier finden Sie während der Fastenzeit täglich neue Impulse.
 
Fastenzeit – die Zeit, um sich Zeit zu nehmen, Einiges zu bedenken, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Fastenzeit – die Zeit, umzukehren, sich neu der Mitte zuzuwenden, Gott in den Blick zu nehmen. ER ist die Mitte unseres Lebens.

dienen – nicht bedient sein

Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. (Mt 20,25)

 

dienen – nicht bedient sein

 

Gottesdienst – Dienst des Menschen vor Gott für die Menschen

Gottesdienst –Gottes Dienst für die Menschen

wahrer Dienst – Hilfe zur Selbsthilfe

In deiner Güte hilf mir, o Herr! 
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. 
(Ps 31)

© C. Steffen 2021


leere Lehren?

Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt 23, 10 -12)

leere Lehren?

 

Demut – Mut zum Dienen

dem Herrn antworten, wie Samuel: „rede Herr, Dein Diener hört“

mit Maria beten: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn“

 

die eigene Kleinheit anerkennen und annehmen

Herr, unser Gott, hilf uns,
alles
zu meiden, was uns schadet,
und
zu suchen, was uns zum Heil dient.
(Tagesgebet)

©C. Steffen

die richtige Richtschnur

„Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.“ (Lk 6,36f)

Schweigen – äußerlich und innerlich
nicht urteilen, nicht verurteilen

über den Tellerrand hinausblicken
vom Ich – zum Du – zum Wir

hören und bedenken
verstehen und handeln

Mein Fuß steht auf festem Grund. (Ps 26,11)

Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. (Joh 6,63b)

© C. Steffen 2021


Verklärung – sich erklären

„Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sagte: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus… Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest.“ (Gen 22,11)

„Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben –wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Röm 8, 32)

 

Verklärung – sich erklären

 

Im Schatten des Herrn bist Du im Licht…

 Gott schenkt Dir alles. Was bist Du bereit, IHM zu opfern?

Gott ruft Dich. Wie lautet Deine Antwort?

„Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters:
Das
ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“ (Mt 17, 5)

© C. Steffen 2021


bitte lachen – an statt aus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet.“ (Mt 5, 43f)

 

Versöhnung braucht immer Deinen ersten Schritt auf den anderen zu…

 Du wirst erstaunt sein, wie weit Dich ein Lächeln bringt…

Der Mensch wird am Du zum Ich. (Martin Buber)

 

Herr,

hilf mir zu einem Leben,

das dem Geschenk deiner Liebe entspricht.

© C. Steffen 2021


verkehrt? Umkehren!

„Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr
, wer könnte bestehen?

Doch bei dir ist Vergebung,
damit
man in Ehrfurcht dir dient.“
(Ps 130, 3f)

verkehrt? Umkehren!

„Erde wird zum Himmel, wenn in ihr Gottes Wille wie im Himmel geschieht.“

„Das Reich Gottes ist das ganz andere zu aller Zeit.“

„Das ewige Leben beginnt in der Gottesgemeinschaft – hier und jetzt.“

„Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen – Spruch Gottes, des Herrn – und nicht vielmehr daran, dass er seine bösen Wege verlässt und so am Leben bleibt?“ (Ez 18,23)

© C. Steffen 2021
Zitate: vgl. Joseph Kardinal Ratzinger, Gott ist uns nah


Unerhörtes hören

„Bittet, dann wird euch gegeben;
sucht, dann werdet ihr finden;
klopft an, dann wird euch geöffnet.“
(Mt 7,7)

Die Grenze überschreiten: vom Ich zum Du.

„Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.“ (Lk 22, 42f)

Unerhörtes hören

die eigene Schwachheit anerkennen

den Blick von sich weg auf Gott richten

IHN um Hilfe bitten

„Denn wer bittet, der empfängt;
wer sucht, der findet;
und
wer anklopft, dem wird geöffnet.“
(Mt 7,8)

© C. Steffen 2021


die Liebe lieben

 

 „So spricht der Herr:  Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.“ (vgl. Joh 15,16)

 

„Mitten in der Zeit das Ewige leben…
dann wird die Hoffnung der ewigen Gottesgemeinschaft zur prägenden Erwartung unseres Daseins“

 

die Liebe lieben

 

„wir sollten mit allem Einsatz daran arbeiten,
dass die Kräfte stark werden, die in der Gegenwart dem Bösen wehren“

 

„wo Gott alles in allem ist, sind wir alle in allen und alles in uns“-
„Gegenwart und Ewigkeit liegen ineinander“

 

„Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt.
Bleibt in meiner Liebe!“
(Joh 15,9)

 

© C. Steffen 2021
Zitate: vgl. Joseph Kardinal Ratzinger, Gott ist uns nah

 


sprechende Taten – nicht tatenlose Sprachhülsen

„wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will“ (Jes 55, 10b,11)

sprechende Taten – nicht  tatenlose Worthülsen

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name

ehrerbietig die Größe Gottes anerkennen
vertrauensvoll zu IHM in Beziehung treten

Dein Reich komme, Dein Wille geschehe

„Befreiung vom Ich, Sammlung unserer Existenz in den einen Blick der Liebe Gottes hinein“
„Gemeinschaft mit allen, die von der selben Liebe angenommen sind“*

Unser tägliches Brot gib uns heute

die eigenen Nöte Gott anvertrauen
teilen

und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

sich die eigenen Schwächen eingestehen
den Anderen Schwächen zugestehen

© C. Steffen 2021
*vgl. Joseph Kardinal Ratzinger, Gott ist uns nah

 

 

 

 


Fraglos die Fragen dieser Zeit

„Petrus erwiderte ihm: Und wenn alle an dir Anstoß nehmen – ich werde niemals an dir Anstoß nehmen! Jesus sagte zu ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ 
(Mt 26, 33)

„Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Mt 16,18)

Fraglos die Fragen dieser Zeit

Nicht: wie lange noch? – Sondern: so lang schon hast Du mich getragen…

Nicht: warum? – Sondern: Du liebst mich, darum…

Nicht zweifeln – sondern vertrauen…

„Da sagte er zu ihnen:

Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“

© C. Steffen 2021


Wüstengedanken- wüste Gedanken

Fastenzeit ist Wüstenzeit.

„In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.“ (Mk 1, 12f)

Wüstengedanken- wüste Gedanken

Geh mit Gott, aber geh!, Geh in die Stille, in Deine innere Wüste, in die leere Weite – nur Du und ER.

Lass Deinen Gedanken freien Lauf, unvoreingenommen, offen für alles was kommt….

Entdecke Gutes und nicht so Gutes – alles ist möglich und alles darf sein. Gott sagt zu Dir:

„Kehr um und glaub an das Evangelium!“

© C. Steffen 2021


Leistungsgesellschaft

Wirtschaftlicher Aufschwung.
Bruttosozialprodukt und Wirtschaftswachstum,
Konsum im Rausch von mehr und mehr…

Und dann das!

Ausgebremst, auf die Gesetze der Natur zurückgeworfen,
Angst vor dem Unbekannten, Unsichtbaren, Gefährlichen,
(fast) schutzlos ausgeliefert – einem kleinen Virus.

„Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr!

Denn ich bin arm und gebeugt.

Beschütze mich, denn ich bin Dir ergeben.“ (Ps 86)

In der eigenen Schwachheit die Größe Gottes anerkennen und sich IHM anvertrauen,
das ist ein Fasten, wie es Gott gefällt.

© C. Steffen 2021
Samstag nach Aschermittwoch


Nur ein (Wort)Spiel?

Fasten – fast – fasten

„Sie suchen mich Tag für Tag; denn sie wollen meine Wege erkennen.“

Fasten, was heißt das für dich?

Diese Frage stellt Gott den Menschen (Jes 58, 1ff).

Fasten: Diät? Verzicht? Traurig umhergehen?
Die Selbstvergewisserung: ich mache doch fast alles richtig,
das sind nur Kleinigkeiten, die schief laufen, nicht so wichtig,
kein Handlungsbedarf bei mir…

oder: „fasten your seatbelts“!


Mach Dich fest am Herrn!
Richte Deinen Blick auf IHN und dein Leben nach seinem Willen aus!

„Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden
und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.“


Gott im Nächsten in den Blick nehmen. Und das immer wieder neu, Schritt für Schritt…

© C. Steffen 2021
Freitag nach Aschermittwoch



ein Tag danach…

Aschermittwoch gestern
heute, ein Tag danach, die Asche ausgeteilt, verflogen…

Was bleibt?

Das Zeichen des Kreuzes, eingebrannt in unsere Herzen,
der gute Vorsatz: “Kehr um und glaub an das Evangelium”.
Der Wille, dem Herrn zu folgen, Schritt für Schritt,
sich verwandeln zu lassen im Sich-Wandeln,
dem Bild immer ähnlicher zu werden, das ER sich von mir gemacht – vor Beginn der Zeiten.

Was bleibt?

Die Zusage des Herrn:
“Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid!
Ich will euch erquicken.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.” (Mt 11, 28ff)

Was bleibt?

Der Weg, den nur ich gehen kann,
der sich wandelt beim Gehen,
Schritt für Schritt
von der Dunkelheit
ins Licht der Auferstehung.

© C. Steffen 2021
Donnerstag nach Aschermittwoch

Woher kommt eigentlich die Asche für das Aschenkreuz?

Aschermittwoch – heute beginnt die Fastenzeit.
Viele lassen sich an diesem Tag ein Aschekreuz auflegen.
Den Weg vom Palmzweig bis zur Asche können Sie hier sehen…

Herzlichen Dank
an Herrn Strunck und Herrn Buscher für die Mitwirkung bei der Erstellung des Filmes.

Aschermittwoch -Fastenzeit
40 Tage bis Ostern
40 Tage des Nachdenkens, des sich Besinnens.

Was ist mir geschenkt?
Was wurde mir anvertraut?
Was aufgegeben?

Wofür lebe ich?
Wohin gehe ich?
Vor allem – wie?

“Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater…” (Mt 6,17f)

im Zeichen der Asche,
des Neuanfangs,
vor allem mit frohem Herzen und leichtem Schritt.

Aschermittwoch – Fastenzeit – Beginn – Neuanfang
und dann: AUFERSTEHUNG.

Ich wünsche allen eine gesegnete Fastenzeit.
Caja Steffen, Gemeindereferentin