Fastenimpulse

Hier finden Sie während der Fastenzeit täglich neue Impulse.
 
Fastenzeit – die Zeit, um sich Zeit zu nehmen, Einiges zu bedenken, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Fastenzeit – die Zeit, umzukehren, sich neu der Mitte zuzuwenden, Gott in den Blick zu nehmen. ER ist die Mitte unseres Lebens.
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Halleluja!

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Halleluja.
(Eröffnungsvers Ostersonntag)

Allmächtiger, ewiger Gott,
am heutigen Tag
hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt
und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen.
Darum begehen wir in Freude
das Fest seiner Auferstehung.
Schaffe uns neu durch deinen Geist,
damit auch wir auferstehen
und im Licht des Lebens wandeln.
(Tagesgebet)

 C. Steffen 2021
Bild von Natalia Khonina auf Pixabay

 

 


Eingeschlossen, leblos, tot

Eingeschlossen, leblos, tot

Gott ist tot, und wir haben ihn getötet:
indem wir ihn ins Gehäuse veralteter Denkgewohnheiten eingeschlossen haben

indem wir ihn ein eine Frömmigkeit verbannten, die wirklichkeitslos war

durch die Zweideutigkeit unseres Lebens

Wo eine Einsamkeit entsteht,
in die kein Wort der Liebe mehr verwandelnd dringen kann,
da sprechen wir von Hölle.
Karsamstag: Christus hat das Tor der Einsamkeit durchschritten

Herr Jesus Christus, im Dunkel des Todes hast du Licht werden lassen, im Abgrund tiefster Einsamkeit wohnt nun immer die bergende Macht deiner Liebe. (…) Gib uns die demütige Einfalt des Glaubens, der sich nicht beirren lässt, wenn du uns in die Stunden des Dunkels, der Verlassenheit rufst, wo alles fraglich zu werden scheint.*

© C. Steffen 2021
Bild von Claudia Peters auf Pixabay 
* vgl: Joseph Ratzinger, Das Geheimnis von Tod und Auferstehung

 

 


Ecce homo!

Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt. Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Vergehen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Züchtigung auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt. (Jes 53, 4f)

Jesus, dessen Seite zur selben Stunde durchbohrt wurde, in der im Tempel die rituelle Schlachtung der Osterlämmer erfolgte, ist das wahre, fehlerlose Osterlamm.*

Draußen vor der Stadt stirbt ein Mensch, stirbt Gottes Sohn,
getötet von denselben, die ihn im Tempel zu verherrlichen meinen.*

Das war tatsächlich die einzige wirkliche Liturgie der Weltgeschichte –
Jesus trat durch den Vorhang des Todes hindurch in den wirklichen Tempel:
vor das Angesicht des Vaters, er brachte nicht das Blut von Ersatzwesen,
sondern sich selbst, wie es wahrer Liebe gemäß ist.*

Allmächtiger, ewiger Gott,
durch das Leiden deines Sohnes
hast du den Tod vernichtet,
der
vom ersten Menschen auf alle Geschlechter übergegangen ist.
Nach dem Gesetz der Natur tragen wir
das Abbild des ersten Adam an uns;
hilf uns durch deine Gnade,
das Bild des neuen Adam in uns auszuprägen
und Christus ähnlich zu werden,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von Tumisu auf Pixabay
* vgl: Joseph Ratzinger, Das Geheimnis von Tod und Auferstehung

 

 

 


Einfach. Immer. Da.

Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. (Joh 13,1)

Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.
Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. (Joh 13, 14f)

das letzte Abendmahl – Hl. Messe
Gedächtnis. Vergegenwärtigung. Realpräsenz.

Gottesdienst
Dienst Gottes am Menschen – Dienst des Menschen vor Gott

Dienen aus Liebe ist nicht Dienen, dienen aus Liebe ist die Liebe selbst.
Der Mensch wird erst Mensch durch das Göttliche in ihm.

Herr,
gib, dass wir das Geheimnis des Altares ehrfürchtig feiern;
denn sooft wir die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen,
vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.
(Gabengebet)

© C. Steffen 2021
Bild von Markus Marczinek


Überzeugt?! Zeugnis geben!

Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen. (Jes 50,4ff)

… mit ganzem Herzen auf den Herrn hören…

…das verkünden, was mir von Gott gesagt und aufgetragen wird, gegen alle Widerstände…

…handeln aus der Gewissheit, dass Gott mir zur Seite steht und mich stützt…

Heiliger Gott, du hast deinen Sohn
der Schmach des Kreuzes unterworfen,
um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen.
Gib uns die Gnade,
dass auch wir deinem Willen gehorchen
und einst in Herrlichkeit auferstehen.
(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von david diaz auf Pixabay

 

 


Gott verratend sich selbst verraten

In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten. Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte. (Joh 13,21)

 

Gott verratend sich selbst verraten

 

Darum sollst du den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. (Dtn 6,5)

„Nur mit dem Herzen können wir Jesus sehen.“

„Nur die Liebe ist es, die uns sehend und rein macht.“

„Nur die Liebe lässt uns Gott erkennen.“

 

Allmächtiger, ewiger Gott,
hilf uns,
das Gedächtnis des Leidens Christi so zu begehen,
dass wir von dir Verzeihung erlangen.

(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von Stanislav Velek auf Pixabay
Zitate: vgl. Kard. Ratzinger, Der Kreuzweg unseres Herrn  

 

 


Gott vertrauend glauben – glaubend Gott vertrauen

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:  Vor wem sollte mir bangen? (Ps 27,1)

 

Gott vertrauend glauben – glaubend Gott vertrauen

 

wie Maria: Amen sagen zum Willen Gottes

Gott im Herzen empfangen

mit Mut und Treue zu Jesus stehen

aus Glauben Mut haben
zum Dienen und zur Tat der helfenden und mit-leidenden Liebe

Herr, unser Gott,
du bist bei deinem Volk eingekehrt
und hast durch die heiligen Geheimnisse
in uns Wohnung genommen.
Bleibe uns nahe und wache über uns,
damit wir die Heilsgabe bewahren,
die uns durch dein Erbarmen zuteil geworden ist.

© C. Steffen 2021
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

 

 


die Liebe selbst lieben

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. (Phil 2,6)

 

die Liebe selbst lieben

 

Das Wesen unseres Stolzes: der Hochmut, dass wir uns von Gott emanzipieren und nur wir selber sein wollen.

Der Hochmut, dass wir der ewigen Liebe nicht zu bedürfen glauben, sondern selbst unser Leben einrichten möchten

Der Versuch, uns selber Gott und unser eigener Schöpfer und Richter zu sein.

Herr, unser Gott,
durch das Sterben deines Sohnes gibst du uns die Kraft,
das Leben zu erhoffen, das uns der Glaube verheißt.
Gib uns durch seine Auferstehung die Gnade,
das Ziel unserer Pilgerschaft zu erreichen.

© C. Steffen 2021
 Bild von Gini George auf Pixabay 
Zitate: Ratzinger, Kreuzweg unseres Herrn


miteinander füreinander?!

 

In jener Zeit kamen viele der Juden, die zu Maria, der Schwester des Lazarus, gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, zum Glauben an ihn. (Joh 11, 45)

 

miteinander füreinander?!

 

Herr, „Du wolltest zu uns kommen, die wir mit unserem Hochmut am Boden liegen.“

„Der Hochmut, dass wir selber Menschen machen können, hat uns dazu geführt, dass Menschen wie Ware geworden sind,
dass sie gekauft und verkauft werden,
dass sie Vorratslager für unser Machen sind,
mit dem wir selbst den Tod zu überwinden hoffen.“

So spricht Gott, der Herr:
Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt!
Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist.
(Ez 18,31, Ruf vor dem Evangelium)

© C. Steffen 2021
 Bild von Hebi B. auf Pixabay 
Zitate: Ratzinger, Der Kreuzweg unseres Herrn

 

 

 


dem Glauben Glauben schenken

In meiner Not rief ich zum Herrn, und er hörte mein Rufen.  (vgl. Ps 18,7)

Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.
Du hast Worte des ewigen Lebens. (Joh 6, 63b, 68b)

 

dem Glauben Glauben schenken

 

„Was zwischen Geburt und Tod vor sich geht, das Geschehen und Tun, das die Tage füllt – was ist das?

 Der Glaube sagt: Es ist Vorsehung.
Der Gott, der Dich geschaffen hat;
der Gott, der Dich erlöst hat;
der Gott, der Dich einst in sein Licht stellen wird 
-Er fügt Dein Dasein“

„Die Haltung, die Gesinnung, die Weise, dazusein,
welche aus dieser ins Leben dringenden Überzeugung entsteht – das ist Glaube
.“

© C. Steffen 2021
 Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Zitate: Romano Guardini: Der Herr

 

 


Gefallen? Umkehren und Gefallen finden bei Gott!

Da sagte Jesája: Hört doch, Haus Davids! Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden, dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet? Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen ImmánuelGott mit uns – geben. (Jes 7, 13f)

 

Gefallen? Umkehren und Gefallen finden bei Gott!

 

„Was bedeutet es, dass ich da bin?“
„daß ich mich immerfort von Gott her empfange“

„wirklich zu sein und doch ganz und gar durch ihn“

„etwas Eigenes und doch sein Geschöpf sein“

„frei und doch mit jeder Regung aus seiner Kraft lebend“

Gott, du bist groß und unbegreiflich.
Nach deinem Willen ist dein ewiges Wort
im Schoß der Jungfrau Maria Mensch geworden.
Gläubig bekennen wir, dass unser Erlöser wahrer Gott und wahrer Mensch ist.
Mache uns würdig, Anteil zu erhalten an seinem göttlichen Leben.
(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay 
Zitate: Romano Guardini: Der Herr


Freiheit wahren – wahre Freiheit!

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien. (Joh 8, 31f)

 

Freiheit wahren – wahre Freiheit!

 

„so heißt Glaube, Jesus als die Wahrheit anzunehmen“

„mit dem Denken, mit dem Herzen, …, mit allem, was  Menschendasein ausmacht, in Christi Schule zu treten“

„Glauben ist also ein Vorgang, eine Unterweisung, eine Umformung, worin die Augen neu geschaffen, die Gedanken anders gerichtet, die Maßstäbe selbst umgemessen werden“

 

Barmherziger Gott,
du selber weckst in uns das Verlangen, dir zu dienen.
Heilige uns durch Werke der Buße,
erleuchte und stärke uns,
damit wir treu den Weg deiner Gebote gehen.
(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay
Zitate: Romano Guardini: Der Herr

 

 

 


einfach(?) nicht nachgedacht!

Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass Ich es bin. Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat. Und er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt. Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn. ( Joh 8, 28f)

 

einfach(?) nicht nachgedacht!

 

zu Gott kommt man durch Reue

durch Bitte und Fürbitte in der Gemeinschaft der Glaubenden

der Glaube führt zu Gott, zu Gott kommt man durch Glaube

 

Gütiger Gott,
schenke uns Beharrlichkeit und Ausdauer
auf dem Weg deiner Gebote,
damit auch in unseren Tagen
viele Menschen zu dir finden
und deine Kirche dir immer eifriger dient
(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von alusruvi auf Pixabay

 

 


Loslassen zulassen

Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete Jesus sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. (…) Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem Anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
(vgl. Joh 8, 3ff)

Loslassen zulassen

 

alte Gewohnheiten ablegen – Neues wachsen lassen

nicht äußere Gerechtigkeit – innere Antwort auf die Liebe Gottes

nicht bei sich verharren – Gott und den Nächsten in den Blick nehmen

 

Barmherziger Gott, in deinem Sohn
hast du uns die Fülle des Segens geschenkt.
Gib uns Kraft,
unsere sündhaften Gewohnheiten abzulegen
und in der neuen Wirklichkeit zu leben,
damit einst die Herrlichkeit deines Reiches
an uns offenbar wird.
(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von Ulrike Mai auf Pixabay 

 

 

 


gewinnende Hingabe

Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. (Joh 12,24)

gewinnende Hingabe

Liebe: geben und empfangen

Leben: schenken und sich beschenken lassen

Dienen aus Liebe ist nicht Dienen, Dienen aus Liebe ist die Liebe selbst.

Allmächtiger Gott,
du hast uns das Sakrament der Einheit geschenkt.
Lass uns immer lebendige Glieder Christi bleiben.
(vgl. Schlussgebet)

© C. Steffen 2021
Bild von CANDICE CANDICE auf Pixabay 

 

 


Wer ruft? – Wer ist berufen?

In jener Zeit sagten einige aus dem Volk , als sie diese Worte hörten: Er ist wahrhaftig der Prophet. Andere sagten: Er ist der Messias. Wieder andere sagten: Kommt denn der Messias aus Galiläa? Sagt nicht die Schrift: Der Messias kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte? So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge.
(Joh 7, 40ff)

Wer ruft? – Wer ist berufen?

 

Wahrheit überdauert alle Zeit

Glauben kommt vom Hören… auf Gottes Wort

Glauben heißt, in Gemeinschaft aller Gläubigen in die gleiche Richtung blicken…
sich auf Gott hin ausrichten

 

Selig, die das Wort mit aufrichtigem Herzen hören
und Frucht bringen in Geduld.
(Lk 8, 15)

© C. Steffen 2021
Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay


zu Hause im Reich Gottes

Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam.            
 
(der 12jährige Jesus im Tempel; Lk 2, 48ff)

zu Hause im Reich Gottes

Was ist das Fundament in Deinem Leben?

Wie übernimmst Du Verantwortung für das, was Dir anvertraut ist?

Höre! Bedenke!  –  Vater, Dein Wille geschehe!

Herr, unser Gott,
der heilige Josef hat deinem ewigen Sohn,
den
die Jungfrau Maria geboren hat, in Treue gedient.
Lass auch uns Christus dienen.
(Gabengebet)

© C. Steffen 2021
Bild von kalhh auf Pixabay 


selbstlos ich selbst werden

Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes: Die Werke, die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe, diese Werke, die ich vollbringe, legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.
Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und doch lehnt ihr mich ab.
Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, dann werdet ihr ihn anerkennen.
Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?

 

selbstlos ich selbst werden

 

als Christ leben heißt, den Auftrag des Vaters erfüllen

sich nach Gott ausrichten, immer mehr aus seiner Liebe leben

selbst in den Hintergrund treten, um auf Gott zu verweisen durch Taten der Liebe

Freuen sollen sich alle, die den Herrn suchen.

Sucht den Herrn und seine Macht,
sucht sein Antlitz allezeit!
(Ps 104, 3f; Eröffnungsvers)

© C. Steffen 2021
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aufhören und auf IHN hören

Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben. (Joh 5, 24f)

 

aufhören und auf IHN hören

 

der Sohn ist das liebende Wort des Vaters und dessen Selbstoffenbarung

auf IHN hören heißt leben, sich IHM verschließen bedeutet Tod

                       Hören heißt : den alten Menschen ablegen  und den neuen anziehen,
 der nach Seinem Bild geschaffen ist

So spricht der Herr:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.
(Joh 11, 25; Ruf vor dem Evangelium)

© C. Steffen 2021
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das Unerwartete erwarten

In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda. In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte. Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war. Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden? (Joh 5, 2ff)

 

das Unerwartete erwarten

 

Das Leben leben, heißt:
Geduld und Ausdauer haben

die Hoffnung auf Heil und Heilung nie aufgeben

offen sein für das ganz Andere, neue Wege gehen

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
(Ps 23, Kommunionvers)

© C. Steffen 2021
Bild von Tomasz Mikołajczyk auf Pixabay 

 

 


loslassendes Lassen – Gelassenheit

In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt. Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg. Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. (Joh 4, 46ff)

 

loslassendes Lassen – Gelassenheit

 

Glauben kann, wer Gottvertrauen gelernt hat…

Bittet und Euch wird gegeben…

Gott braucht unsere Bitten nicht,
wenn wir IHN bitten, erkennen wir unsere Schwäche und seine Größe an.

Wort Gottes des Herrn:
Ich lege meinen Geist in euch hinein
und bewirke, dass ihr nach meinen Gesetzen lebt
und meine Gebote achtet und erfüllt.
(Ez 36,27, Kommunionvers)

© C. Steffen 2021
Bild von traumfaenger auf Pixabay

 

 


laetare – wahre Freu(n)de

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. (Joh 3, 16ff)

 

laetare – wahre Freu(n)de

 

Das Ewige Leben hat, wer in Gemeinschaft mit Jesus Christus lebt. –
schon heute, hier und jetzt

Glauben, hoffen, vertrauen – in der Liebe zu Gott wachsen. –
schon heute, jeden Tag mehr

Der Mensch wird erst Mensch, durch das Göttliche in ihm.

Allmächtiger Gott,
dein ewiges Wort ist das wahre Licht,
das jeden Menschen erleuchtet.
Heile die Blindheit meines Herzens,
damit ich erkenne, was vor dir recht ist,
und dich aufrichtig liebe.
(vgl. Schlussgebet)

© C. Steffen 2021
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die richtige Haltung hält aufrecht

Der Zöllner blieb hinten stehen. Er schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! (Lk 18,13)

 

die richtige Haltung hält aufrecht

 

sich klein machen, die eigene Schwäche annehmen – die Größe Gottes anerkennen

sich Seiner Gnade anvertrauen

Hungern und dürsten nach Gottes Gerechtigkeit

Lobe den Herrn, meine Seele,
und
vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
der
dir all deine Schuld vergibt
und
all deine Gebrechen heilt
(Eröffnungsvers)

© C. Steffen 2021
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay


Gebot – mein Einsatz!

Welches Gebot ist das Erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. (Mk 12, 28b ff)

 

Gebot – mein Einsatz!

 

Höre!
offen, verständig, mit Herz und Verstand

Liebe!
Dich selbst – das Geschöpf Gottes, Deinen Nächsten – Sein Ebenbild

Lebe!
frei, mit der Gewissheit, dass Gott dich liebt, nach seinen Maßstäben

Gott lieben aus ganzem Herzen
und
den Nächsten wie sich selbst:
das ist mehr als alle Opfer.

(Kommunionvers)

© C. Steffen 2021
Bild von Laura Muller auf Pixabay

 

 


mit Bedacht unbedacht?

Jesus wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein.
Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. (Lk 11, 16f, 23)

 

mit Bedacht unbedacht?

 

Logos – das Wort – Jesus Christus selbst

das Wort Gottes – hören, bedenken, verstehen
Anteil haben an Gottes Verheißung

Gott will nicht Opfer – ER will das Zeugnis liebender Selbsthingabe

Herr, unser Gott,
 
reinige uns von der Ansteckung des Bösen.
Lass nicht zu, dass
wir trügerischen Freuden nachgehen,
sondern führe uns zum wahren
Glück.
(Gabengebet)

© C. Steffen 2021

 


von der Einsicht zur Absicht

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben,  sondern um zu erfüllen. (Mt 5, 17)

 

von der Einsicht zur Absicht

 

Handlungssicherheit haben – frei sein unter dem Gesetz…

Handlungssicherheit haben : wenn Du mich liebst, wirst Du doch nicht…

Handlungsbedarf: Liebe mit Liebe beantworten
ich bin berufen, jenes ursprüngliche Selbstsein zu erfüllen,
das mir bei meiner Geburt von Gott gegeben wurde…*

 

Barmherziger Gott,
erneuere uns im Geist
durch die Feier der heiligen vierzig Tage,
damit wir für dein Wort empfänglich werden.

© C. Steffen 2021
Ron Wolfson: Sieben Fragen, die dir auch im Himmel gestellt werden


Erbarmen suchen – Barmherzigkeit finden

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. (Mt 18,21ff)

 

Erbarmen suchen – Barmherzigkeit finden

 

Mensch sein, heißt Fehler machen, schuldig werden – der Vergebung bedürfen

Verzeihen ist menschlich, Vergeben ist göttlich

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

 

Denk an dein Erbarmen, o Herr! –
Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;  
denn du bist der Gott meines Heiles.
(Ps 25,4ff)

© C. Steffen 2021


passiv hören oder aktiv zuhören?

So kam Naaman mit seinen Pferden und Wagen und hielt vor dem Haus Elischas. Dieser schickte einen Boten zu ihm hinaus und ließ ihm sagen: Geh und wasch dich siebenmal im Jordan! Dann wird dein Leib wieder gesund, und du wirst rein. Doch Naaman wurde zornig. Er ging weg und sagte: Ich dachte, er würde herauskommen, vor mich hintreten, den Namen Jahwes, seines Gottes, anrufen, seine Hand über die kranke Stelle bewegen und so den Aussatz heilen. (…) Doch seine Diener traten an ihn heran und redeten ihm zu: Wenn der Prophet etwas Schweres von dir verlangt hätte, würdest du es tun; wie viel mehr jetzt, da er zu dir nur gesagt hat: Wasch dich, und du wirst rein. (2 Kön 5, 9ff)

 

passiv hören oder aktiv zuhören?

 

Was ist schwieriger?
Hören und folgen oder vorangehen und leiten?

Höre und schweige – bewahre Gottes Wort im Herzen und sinne darüber nach!

Gott in Allem an die erste Stelle setzen…

 

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

(Ps 42,2)

© C. Steffen 2021

 

 

 


Unglaubliches glauben

 

Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. (…)
Er trieb sie alle aus dem Tempel hinaus (…) und zu den Taubenhändlern sagte er:
Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Da ergriffen die Juden das Wort und sagten zu ihm: Welches Zeichen lässt du uns sehen, dass du dies tun darfst? (Joh 2, 14ff)

Wissenschaft schafft Modelle, nicht Wissen

nur wer sich vor Gott klein gemacht, erlangt wahre Größe

nur wer sich vertrauensvoll  in Gottes Hand fallen lässt, gelangt zum Leben

Wort Gottes, des Herrn:
Ich
werde euch beweisen, dass ich heilig bin.
Ich
sammle euch aus allen Ländern.
Ich
gieße reines Wasser über euch, damit ihr rein werdet,
und
gebe euch einen neuen Geist.
(Eröffnungsvers)

© C. Steffen 2021


man bekommt nicht immer das, was man verdient

Gnädig und barmherzig ist der Herr, voll Langmut und reich an Güte. Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103)

 

man bekommt nicht immer das,
was man verdient

 

Der Prozess der Umkehr, der Akt der Vergebung – gegenüber anderen und dir selbst – sind Kennzeichen eines sich vervollkommnenden Menschen.*

Niemand braucht dem Maßstab eines anderen genügen.*

Wir wachsen in uns selbst hinein, damit wir so zu Gott zurückkehren, wie wir gemacht wurden – ein Ende, das unseren Anfang rechtfertigt und vollendet.*

Gütiger Gott, durch das Wirken deiner Gnade schenkst du uns schon auf Erden den Anfang des ewigen Lebens. Vollende, was du in uns begonnen hast, und führe uns hin zu jenem Licht, in dem du selber wohnst.
(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021

*aus: Rolf Wolfson, Sieben Fragen, die dir auch um Himmel gestellt werden


Stein für Stein

Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? (Mt 21,42)

Was ist der Grundstein in Deinem Leben?

Was ist der Bauplan, den Du zugrunde legst?

Wie fügst Du Dich in den Bau ein?

Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen. (1 Petr 2,5)

Herr, unser Gott,
komm uns mit deiner Gnade zuvor
und hilf uns, nach deinem Willen zu leben.

(Gabengebet)

© C. Steffen 2021


reicht Reichtum?

Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte. (Jer 17, 7f)

reicht Reichtum?

Nur geteilte Freude ist wahre Freude…

Gott oder Gold? Was ist genug?

Vertrauen musst Du lernen, solange es Dir gut geht.

Guter Gott, wende unser Herz zu dir
und schenke uns neuen Eifer im Heiligen Geist,
damit wir im Glauben standhaft bleiben
und stets bereit sind, das Gute zu tun.
(Tagesgebet)

© C. Steffen 2021


dienen – nicht bedient sein

Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. (Mt 20,25)

 

dienen – nicht bedient sein

 

Gottesdienst – Dienst des Menschen vor Gott für die Menschen

Gottesdienst –Gottes Dienst für die Menschen

wahrer Dienst – Hilfe zur Selbsthilfe

In deiner Güte hilf mir, o Herr! 
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. 
(Ps 31)

© C. Steffen 2021


leere Lehren?

Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt 23, 10 -12)

leere Lehren?

 

Demut – Mut zum Dienen

dem Herrn antworten, wie Samuel: „rede Herr, Dein Diener hört“

mit Maria beten: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn“

 

die eigene Kleinheit anerkennen und annehmen

Herr, unser Gott, hilf uns,
alles
zu meiden, was uns schadet,
und
zu suchen, was uns zum Heil dient.
(Tagesgebet)

©C. Steffen

die richtige Richtschnur

„Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.“ (Lk 6,36f)

Schweigen – äußerlich und innerlich
nicht urteilen, nicht verurteilen

über den Tellerrand hinausblicken
vom Ich – zum Du – zum Wir

hören und bedenken
verstehen und handeln

Mein Fuß steht auf festem Grund. (Ps 26,11)

Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. (Joh 6,63b)

© C. Steffen 2021


Verklärung – sich erklären

„Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sagte: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus… Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest.“ (Gen 22,11)

„Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben –wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Röm 8, 32)

 

Verklärung – sich erklären

 

Im Schatten des Herrn bist Du im Licht…

 Gott schenkt Dir alles. Was bist Du bereit, IHM zu opfern?

Gott ruft Dich. Wie lautet Deine Antwort?

„Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters:
Das
ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“ (Mt 17, 5)

© C. Steffen 2021


bitte lachen – an statt aus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet.“ (Mt 5, 43f)

 

Versöhnung braucht immer Deinen ersten Schritt auf den anderen zu…

 Du wirst erstaunt sein, wie weit Dich ein Lächeln bringt…

Der Mensch wird am Du zum Ich. (Martin Buber)

 

Herr,

hilf mir zu einem Leben,

das dem Geschenk deiner Liebe entspricht.

© C. Steffen 2021


verkehrt? Umkehren!

„Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr
, wer könnte bestehen?

Doch bei dir ist Vergebung,
damit
man in Ehrfurcht dir dient.“
(Ps 130, 3f)

verkehrt? Umkehren!

„Erde wird zum Himmel, wenn in ihr Gottes Wille wie im Himmel geschieht.“

„Das Reich Gottes ist das ganz andere zu aller Zeit.“

„Das ewige Leben beginnt in der Gottesgemeinschaft – hier und jetzt.“

„Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen – Spruch Gottes, des Herrn – und nicht vielmehr daran, dass er seine bösen Wege verlässt und so am Leben bleibt?“ (Ez 18,23)

© C. Steffen 2021
Zitate: vgl. Joseph Kardinal Ratzinger, Gott ist uns nah


Unerhörtes hören

„Bittet, dann wird euch gegeben;
sucht, dann werdet ihr finden;
klopft an, dann wird euch geöffnet.“
(Mt 7,7)

Die Grenze überschreiten: vom Ich zum Du.

„Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.“ (Lk 22, 42f)

Unerhörtes hören

die eigene Schwachheit anerkennen

den Blick von sich weg auf Gott richten

IHN um Hilfe bitten

„Denn wer bittet, der empfängt;
wer sucht, der findet;
und
wer anklopft, dem wird geöffnet.“
(Mt 7,8)

© C. Steffen 2021


die Liebe lieben

 

 „So spricht der Herr:  Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.“ (vgl. Joh 15,16)

 

„Mitten in der Zeit das Ewige leben…
dann wird die Hoffnung der ewigen Gottesgemeinschaft zur prägenden Erwartung unseres Daseins“

 

die Liebe lieben

 

„wir sollten mit allem Einsatz daran arbeiten,
dass die Kräfte stark werden, die in der Gegenwart dem Bösen wehren“

 

„wo Gott alles in allem ist, sind wir alle in allen und alles in uns“-
„Gegenwart und Ewigkeit liegen ineinander“

 

„Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt.
Bleibt in meiner Liebe!“
(Joh 15,9)

 

© C. Steffen 2021
Zitate: vgl. Joseph Kardinal Ratzinger, Gott ist uns nah

 


sprechende Taten – nicht tatenlose Sprachhülsen

„wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will“ (Jes 55, 10b,11)

sprechende Taten – nicht  tatenlose Worthülsen

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name

ehrerbietig die Größe Gottes anerkennen
vertrauensvoll zu IHM in Beziehung treten

Dein Reich komme, Dein Wille geschehe

„Befreiung vom Ich, Sammlung unserer Existenz in den einen Blick der Liebe Gottes hinein“
„Gemeinschaft mit allen, die von der selben Liebe angenommen sind“*

Unser tägliches Brot gib uns heute

die eigenen Nöte Gott anvertrauen
teilen

und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

sich die eigenen Schwächen eingestehen
den Anderen Schwächen zugestehen

© C. Steffen 2021
*vgl. Joseph Kardinal Ratzinger, Gott ist uns nah

 

 

 

 


Fraglos die Fragen dieser Zeit

„Petrus erwiderte ihm: Und wenn alle an dir Anstoß nehmen – ich werde niemals an dir Anstoß nehmen! Jesus sagte zu ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ 
(Mt 26, 33)

„Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Mt 16,18)

Fraglos die Fragen dieser Zeit

Nicht: wie lange noch? – Sondern: so lang schon hast Du mich getragen…

Nicht: warum? – Sondern: Du liebst mich, darum…

Nicht zweifeln – sondern vertrauen…

„Da sagte er zu ihnen:

Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“

© C. Steffen 2021


Wüstengedanken- wüste Gedanken

Fastenzeit ist Wüstenzeit.

„In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.“ (Mk 1, 12f)

Wüstengedanken- wüste Gedanken

Geh mit Gott, aber geh!, Geh in die Stille, in Deine innere Wüste, in die leere Weite – nur Du und ER.

Lass Deinen Gedanken freien Lauf, unvoreingenommen, offen für alles was kommt….

Entdecke Gutes und nicht so Gutes – alles ist möglich und alles darf sein. Gott sagt zu Dir:

„Kehr um und glaub an das Evangelium!“

© C. Steffen 2021


Leistungsgesellschaft

Wirtschaftlicher Aufschwung.
Bruttosozialprodukt und Wirtschaftswachstum,
Konsum im Rausch von mehr und mehr…

Und dann das!

Ausgebremst, auf die Gesetze der Natur zurückgeworfen,
Angst vor dem Unbekannten, Unsichtbaren, Gefährlichen,
(fast) schutzlos ausgeliefert – einem kleinen Virus.

„Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr!

Denn ich bin arm und gebeugt.

Beschütze mich, denn ich bin Dir ergeben.“ (Ps 86)

In der eigenen Schwachheit die Größe Gottes anerkennen und sich IHM anvertrauen,
das ist ein Fasten, wie es Gott gefällt.

© C. Steffen 2021
Samstag nach Aschermittwoch


Nur ein (Wort)Spiel?

Fasten – fast – fasten

„Sie suchen mich Tag für Tag; denn sie wollen meine Wege erkennen.“

Fasten, was heißt das für dich?

Diese Frage stellt Gott den Menschen (Jes 58, 1ff).

Fasten: Diät? Verzicht? Traurig umhergehen?
Die Selbstvergewisserung: ich mache doch fast alles richtig,
das sind nur Kleinigkeiten, die schief laufen, nicht so wichtig,
kein Handlungsbedarf bei mir…

oder: „fasten your seatbelts“!


Mach Dich fest am Herrn!
Richte Deinen Blick auf IHN und dein Leben nach seinem Willen aus!

„Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden
und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.“


Gott im Nächsten in den Blick nehmen. Und das immer wieder neu, Schritt für Schritt…

© C. Steffen 2021
Freitag nach Aschermittwoch



ein Tag danach…

Aschermittwoch gestern
heute, ein Tag danach, die Asche ausgeteilt, verflogen…

Was bleibt?

Das Zeichen des Kreuzes, eingebrannt in unsere Herzen,
der gute Vorsatz: “Kehr um und glaub an das Evangelium”.
Der Wille, dem Herrn zu folgen, Schritt für Schritt,
sich verwandeln zu lassen im Sich-Wandeln,
dem Bild immer ähnlicher zu werden, das ER sich von mir gemacht – vor Beginn der Zeiten.

Was bleibt?

Die Zusage des Herrn:
“Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid!
Ich will euch erquicken.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.” (Mt 11, 28ff)

Was bleibt?

Der Weg, den nur ich gehen kann,
der sich wandelt beim Gehen,
Schritt für Schritt
von der Dunkelheit
ins Licht der Auferstehung.

© C. Steffen 2021
Donnerstag nach Aschermittwoch

Woher kommt eigentlich die Asche für das Aschenkreuz?

Aschermittwoch – heute beginnt die Fastenzeit.
Viele lassen sich an diesem Tag ein Aschekreuz auflegen.
Den Weg vom Palmzweig bis zur Asche können Sie hier sehen…

Herzlichen Dank
an Herrn Strunck und Herrn Buscher für die Mitwirkung bei der Erstellung des Filmes.

Aschermittwoch -Fastenzeit
40 Tage bis Ostern
40 Tage des Nachdenkens, des sich Besinnens.

Was ist mir geschenkt?
Was wurde mir anvertraut?
Was aufgegeben?

Wofür lebe ich?
Wohin gehe ich?
Vor allem – wie?

“Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater…” (Mt 6,17f)

im Zeichen der Asche,
des Neuanfangs,
vor allem mit frohem Herzen und leichtem Schritt.

Aschermittwoch – Fastenzeit – Beginn – Neuanfang
und dann: AUFERSTEHUNG.

Ich wünsche allen eine gesegnete Fastenzeit.
Caja Steffen, Gemeindereferentin