Corona-Virus | Aktuelle Situation – Wiederaufnahme öffentlich gefeierter Gottesdienste

Wir versuchen hier jeweils einen aktuellen Überblick zu geben (soweit uns Informationen vorliegen).

Die Verantwortlichen beurteilen regelmäßig die Lage und treffen die notwendigen Entscheidungen und veröffentlichen diese. (Zuletzt aktualisiert am 29. April um 22:00 Uhr)

 

 


Liebe Schwestern und Brüder,

seit dem 15.3.2020 haben wir uns nicht mehr zur gemeinsamen Feier der Gottesdienste versammeln können. Wir haben dies getan, um unseren Teil dazu beizutragen, dass sich der Corona-Virus nicht so schnell ausbreitet. Wenn wir nun wieder erste Gottesdienste öffentlich feiern, so tun wir dies im Wissen um unsere gemeinsame Verantwortung. Es gibt weiterhin noch keinen Impfstoff, keine wirksamen Medikamente und es gibt Menschen, die zu Risikogruppen gehören. Damit sind nicht nur ältere Menschen gemeint. Insofern tasten wir uns nun langsam vor, beschränken uns dort, wo es notwendig ist und hören weiterhin auf den Rat und die Anweisungen der staatlichen Behörden und des Generalvikars. Die nachfolgende Gottesdienstordnung soll zunächst bis Pfingsten erprobt werden. Dann haben wir Erfahrungen gesammelt. Ist es notwendig, werden wir natürlich auch vorher reagieren.

Sonntagsmessen

Wir beginnen mit den Vorabendmessen am Samstag, 2.5.2020. Die Sonntagsmessen feiern wir ausschließlich in den Pfarrkirchen, also in St. Quirin, Hl. Dreikönige, St. Pius X. und St. Marien. Diese Kirchen bieten mehr Platz und haben durch ihre Größe mehr Luft zum Atmen. Wir feiern elf Sonntagsmessen, um möglichst vielen Gläubigen die Möglichkeit zum Mitfeiern bieten zu können. Dafür sind aber einige Änderungen notwendig: Die Vorabendmesse am Samstag um 17.30 Uhr wird in St. Marien statt in St. Kamillus gefeiert. Die Messfeier um 8 Uhr am Sonntag ist im Quirinusmünster statt in der Schulkapelle Marienberg. Die 10 Uhr Messe wird nicht im wöchentlichen Wechsel zwischen den Kirchen Hl. Dreikönige und St. Pius X., sondern an jedem Sonntag in Hl. Dreikönige gefeiert. Letzteres gilt, bis die Kirche Hl. Dreikönige wegen Renovierung geschlossen werden muss. Dann werden die Sonntagsmessen um 10 und um 11.30 Uhr statt in Hl. Dreikönige in St. Pius X. gefeiert und im Pfarrheim von Hl. Dreikönige der Gruppenraum 2 als Sakramentskapelle mit dem Allerheiligsten eingerichtet.

 

Werktagsmessen

Montags bis freitags feiern wir um 9, um 11.30 und um 18 Uhr die hl. Messe. Damit es auch im Kamillusviertel eine Messfeier gibt, wird ab sofort die Montagsmesse um 18 Uhr statt in Hl. Dreikönige in St. Kamillus gefeiert, auch im Hinblick auf die Renovierung der Pfarrkirche Hl. Dreikönige ab Mitte/Ende Mai. Ist Hl. Dreikönige geschlossen, versuchen wir, die Donnerstagsmesse um 9 Uhr im Saal des Pfarrheims zu feiern. Das setzt voraus, dass sich ein Team bereit erklärt, den Raum wöchentlich dafür herzurichten und die Auflagen, wie Abstand und Anzahl der Mitfeiernden, eingehalten werden können. Die hl. Messen montags bis freitags um 11.30 Uhr werden von den Priestern der Familie Mariens in St. Quirin statt in St. Sebastian gefeiert.

Ordnerdienste

Am Samstag und Sonntag wird es an und in jeder Kirche Ordnerdienste geben. Dazu hat sich ein Organisationsteam gebildet, dem aus jeder Pfarrei ein Mitglied angehört. Die gemeinsam getroffenen Absprachen werden einheitlich umgesetzt. Das Orga-Team spricht Gläubige an, die volljährig sind und zu keiner Risikogruppe gehören, um den Ordnerdienst zu übernehmen. Diese werden vom Orga-Team in diese Aufgabe eingeführt.

 

Gemeinsam achtsam

An jeder Kirche wird das Hauptportal der Eingang sein. Alle anderen Türen dienen ausschließlich als Ausgänge. Dies ist wichtig, damit die kommenden Gläubigen gezählt werden können. Eingelassen werden nur so viele Gläubige, wie es Sitzplätze gibt. Jeder Sitzplatz ist mit einem Klebestreifen auf der Buchablage gekennzeichnet. Zwischen den Plätzen sind zwei Meter einzuhalten und zwar nach vorne, nach hinten und zu beiden Seiten. Menschen, die im gleichen Haushalt leben (Ehepaare, Familien, …) dürfen beieinandersitzen. Der nächste Mitfeiernde muss aber dann zwei Meter Abstand halten. Die Ordner helfen bei der Platzsuche. Bitte gehen Sie zügig, ohne Weihwasser zu nehmen (die Becken bleiben weiterhin leer), zu einem Sitzplatz. Besetzen Sie möglichst die Kirche von vorne nach hinten. Rücken Sie in die Bank rein, falls es mehr als zwei Plätze pro Bank gibt, damit niemand über Sie klettern muss, um einen Platz zu erreichen. Jede zweite Bank muss frei bleiben! MundNase-Schutz ist zwar nicht vorgeschrieben, aber sehr empfohlen. Es wird auch empfohlen, Desinfektionstüchlein mitzubringen und die eigene Buchablage damit zu desinfizieren. Bis es neue Erkenntnisse gibt, ist leider der Gesang nicht erlaubt, weil dadurch mehr Aerosole ausgestoßen werden. Das Gotteslob wird nicht wie sonst zum Ausleihen ausliegen. Wer zum persönlichen Gebet ein Gotteslob nutzen möchte, bringe sein eigenes gerne mit. Außer dem Priester wird im Altarraum nur ein Lektor/eine Lektorin und gegebenenfalls Kommunionhelfer/innen Dienst tun. Auf den Messdienerdienst verzichten wir, weil die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Dienst und bei der Vorbereitung in der Sakristei den gebotenen Abstand nicht einhalten könnten. Assistiert ein Diakon, wird dieser keinen Altardienst verrichten, konzelebriert ein Priester, wird dieser entfernt vom Hauptzelebranten sitzen und auch am Altar Abstand halten. Der Priester, der der Messfeier vorsteht, holt selber die Gaben vom Gabentisch an den Altar. Die Hostienschalen sind die ganze Zeit abgedeckt. Die Kollekte wird nicht als Teil der Gabenbereitung gehalten, sondern es stehen Körbchen an den Ausgängen bereit. Auf körperlichen Kontakt beim Friedensgruß muss verzichtet werden. Vor der Spendung der heiligen Kommunion zeigt der Priester am Altar stehend allen die Hostie und spricht: Der Leib Christi! Alle, die danach die hl. Kommunion empfangen möchten, sprechen gemeinsam das Amen! Der Priester trinkt als einziger aus dem Kelch. Er und die möglicherweise Dienst tuenden weiteren Kommunionspender desinfizieren sich nun die Hände und kommen dann zu den Sitzplätzen der Gläubigen. Wer die Kommunion empfangen möchte, bleibt stehen, die anderen setzen sich. Kommunionempfänger strecken weit vom Körper entfernt die Arme nach vorne aus und machen eine flache, geöffnete Hand. Beim Austeilen wird die Spendeformel „Der Leib Christi“ nicht gesprochen. Nach der Messfeier verlassen die Gläubigen die Kirche ausschließlich durch die als Ausgang gekennzeichneten Türen, die zuvor von Ordnern geöffnet worden sind. Damit ist sichergestellt, dass die zur nächsten Messe Kommenden den Rausgehenden nicht zu nahekommen. Bitte weder in der Kirche, noch vor der Kirche Grüppchen bilden, sondern die Ausgänge und den Vorplatz schnell freimachen. Zumindest bis 3.5.2020 gilt ein Versammlungsverbot!

 

Familien und Kinder

Wenn Familien mit ihren Kindern kommen, müssen die Kinder bei ihren Eltern sitzen. Es wird keine reservierten Bänke für Kinder geben, weil auch bei jungen Christen, die nicht im gleichen Haushalt leben, der Abstand von zwei Metern eingehalten werden müsste. Die Familien der Kommunionkinder bekommen von mir eine eigene Information zum Messbesuch, damit die Familienmesse um 10 Uhr nicht überfüllt wird.

 

Sonntagspflicht/Risikogruppen

Auch wenn es jetzt wieder möglich ist, öffentliche Gottesdienste zu feiern, so schließen wir nicht die Augen vor der Gefahr der Ansteckung! Die Sonntagspflicht ist daher weiter ausgesetzt, besonders für alle, die zu einer Risikogruppe gehören. Daher kann ich nur jedem ans Herz legen, zu prüfen, ob der Messbesuch, so wünschenswert und unverzichtbar er unter anderen Voraussetzungen ist, für Sie derzeit angebracht ist. Es wird weiterhin im Internet, im Fernsehen und im Radio Messangebote geben! Wer selber Krankheitssymptome hat, darf keinesfalls zur Messfeier kommen.

 

Andachten

Im Monat Mai werden zunächst nur die hl. Messen gefeiert. Andachtsformen, Segnungsgottesdienste, Anbetungen, Rosenkranzandachten werden derzeit nicht gefeiert, auch nicht die beliebten Maiandachten. Wir beobachten jetzt erst einmal die Entwicklung.

 

Beichtgelegenheit

In St. Marien gibt es Beichtgelegenheit samstags von 16 bis 16.45 Uhr in der Pietakapelle; möglicherweise auch in St. Quirin samstags 10.30 bis 11.30 Uhr in der nördlichen, also der linken Apsis.

 

Schulmessen

Wegen behördlicher Vorgaben müssen alle Schulmessen entfallen. Mit den Schulleitungen sind wir im Gespräch, ob am Tag der Schulentlassung auf dem Schulhof unter Achtung aller Sicherheitsfaktoren eine kurze Andacht stattfinden kann.

 

Messfeiern in Krankenhäusern und Heimen

Die Krankenhäuser und Pflegeheime sind weiter für Besucher gesperrt. Gottesdienste sind dort nicht oder zumindest nicht öffentlich möglich.

 

Erstkommunion

Über einen langen Zeitraum wird es keine großen, gemeinschaftlichen Erstkommunionfeiern mit übervollen Kirchen geben können. Wir Priester prüfen im Moment die Möglichkeit, zwölf Erstkommunionfeiern anzusetzen und zwar in den großen Pfarrkirchen St. Quirin und St. Marien. So könnten die Kinder die hl. Kommunion mit der Gruppe erstmals empfangen, in der sie vorbereitet wurden. Dazu erhalten die Familien einen eigenen Brief. Ich bitte aber noch um etwas Geduld, weil nicht alles auf einmal geplant und umgesetzt werden kann.

 

Firmung

Weihbischof Dr. Schwaderlapp hat mit uns Pfarrern und den Verantwortlichen in der Firmvorbereitung Kontakt aufgenommen. Große Feiern in vollen Kirchen sind ausgeschlossen. Sobald es hier Klarheit und Alternativen gibt, werden die Firmbewerberinnen und Firmbewerber Informationen erhalten.

 

Tauffeiern

Derzeit gehen wir davon aus, dass wir ausschließlich Einzeltaufen feiern werden. Dazu sind wir aber noch in der Klärung. Wir kommen auf die Familien zu, deren Tauftermin im März, April oder Mai gewesen wäre, aber verschoben werden musste. Bei den Tauffeiern in den Pfarrkirchen wird es keine Prozessionen geben, die Taufe wird vor dem Altar gespendet und die Plätze werden so eingenommen, dass der Abstand gewahrt bleibt. Bitte haben Sie noch etwas Geduld.

 

Hochzeiten

Sehr viele Brautpaare haben ihren geplanten Trautermin bereits verschoben auf das kommende Jahr. Hochzeiten, die in nächster Zeit stattfinden sollen, müssen unter den für alle Gottesdienste geltenden Regeln gefeiert werden, insbesondere der Platzabstand und kein Gemeindegesang.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ heißt es in einem Kirchenlied. Wir vertrauen auf Gott, der uns nicht verlässt und nehmen unsere Verantwortung hier auf der Erde wahr. Beten wir füreinander, in unseren Kirchen oder auch zuhause. Herzlich grüße ich Sie,

Ihr Pastor und Oberpfarrer

 

Msgr. Guido Assmann

 


 

Aktuelle Situation

Kurzfassung:

  • Das Erzbistum Köln hat bis auf Weiteres alle öffentlichen Gottesdienste auf seinem Gebiet eingestellt. Weitere Informationen auch zu Gottesdienst-Übertragungen unter www.erzbistum-koeln.de
  • Die vier Pfarrkirchen bleiben zum Gebet wie gewohnt geöffnet.
  • Alle Veranstaltungen, Gruppentreffen usw. sind vorerst abgesagt.
  • Alle Einrichtungen (Kontaktbüros, Pfarrheime, Büchereien, Welt-Laden etc.) bleiben vorerst weiter geschlossen.
  • Das Pastoralbüro ist telefonisch und per E-Mail erreichbar.
  • Erstkommunionfeiern am Weißen Sonntag und an Christi Himmelfahrt sowie Firmung abgesagt (Ersatztermine stehen noch nicht fest)
  • Informationen zur Karwoche und Osterzeit auf eigener Seite.

 

Aktuelle Hinweise

Liebe Schwestern und Brüder,
in den letzten Tagen und Stunden erleben wir eine sich verändernde Gesellschaft. Die Sorge um den gesundheitlichen Schutz treibt uns alle um. Bei allem Gottvertrauen, das wir nicht aufgeben wollen, sind wir alle aufgerufen, das Menschenmögliche zu tun, um die Kranken und Schwachen zu schützen und die Gesundheit zu erhalten. Dabei schauen wir auf das, was uns die zivilen Behörden anraten oder sogar vorgeben und was das Erzbistums Köln uns an Vorgaben macht. Wir vertrauen darauf, dass dort Fachleute zusammensitzen, die das Wohl der Menschen im Blick haben!

Das wichtigste am Anfang:
Seit Sonntag, 15.3.2020 sind im Erzbistum Köln alle öffentlichen Gottesdienste bis mindestens 19.4.2020 eingestellt. Wir Priester werden weiterhin täglich die hl. Messe in den Anliegen unserer Gläubigen feiern, jedoch ohne Öffentlichkeit! Bitte verbinden Sie sich mit uns am Altar, in dem Sie zu Hause beten!

In Neuss-Mitte bleiben unsere Pfarrkirchen zum persönlichen Gebet und zur stillen Anbetung tagsüber offen. Alle unsere anderen Einrichtungen aber werden geschlossen: Die weiteren Kirchen, die Kindertagesstätten, die Pfarrheime, die katholischen öffentlichen Büchereien, die Kontaktbüros. Das Pastoralbüro Neuss-Mitte am Quirinusmünster bleibt telefonisch erreichbar. Nehmen Sie gerne Kontakt auf, sehen Sie aber von einem Besuch ab!

Ob und wie wir die Gottesdienste in der Karwoche und am Osterfest feiern können, müssen wir abwarten. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir darüber informieren. Das gleiche gilt für die Frage, ob am Weißen Sonntag die Erstkommunion und in der Folgewoche die Firmung gefeiert werden kann oder nicht.

Zusammenkünfte, Chorproben, Gruppenstunden, Seniorentreffen, Kinderbibeltag, Kommunionunterricht, Firmvorbereitungstreffen, Elternabende und so weiter entfallen bis auf Weiteres.

Liebe Schwestern und Brüder, wir möchten Sie bitten, bei aller Sorge die Fürsorge nicht zu vergessen. Haben Sie ältere Menschen in Ihrer Umgebung, halten Sie telefonischen Kontakt und bieten Hilfestellungen beim Einkaufen an. Schließen wir die Verantwortlichen in unsere Gebete ein, damit sie gute und richtige Entscheidungen treffen. Wenn Sie seelsorgliche Hilfe benötigen, scheuen Sie sich nicht, uns Priester darum zu bitten!

Es grüßt Sie alle,
Ihr Pastor und Oberpfarrer Msgr. Guido Assmann.

 

Weitere Informationen

Bitte beachten Sie die Informationen des Rhein-Kreises Neuss und des Gesundheitsministeriums NRW.