Pfarrer Kirchner verabschiedete sich am Dreifaltigkeitssonntag, 30.5.2021, aus Neuss-Mitte

 

 

 

Ausgerechnet „Matthäi am Letzen“ – das Sonntagsevangelium der Festmesse am vergangenen Dreifaltigkeitssonntag, mit der sich Pfarrer Kirchner nach zehn Jahren intensiven Wirkens in Neuss aus der Pfarreiengemeinschaft Neuss-Mitte verabschiedet hat.

 

 

Am Ende der Predigt stand die tragende, frohmachende Zusage des auferstandenen Herrn, „Matthäi am Letzen“: „Ich bin mit euch alle Tage“, vom Schluss des Matthäusevangeliums, das für diesen Sonntag als Tagesevangelium vorgesehen ist.

Direkt im Anschluss an die Heilige Messe wurde nicht nur das langjährige, engagierte Wirken von Pfarrer Kirchner gewürdigt. Pfarrer Korr, komissarischer Kreisdechant und Pfarrverweser in Neuss-Mitte, hob vor allem die große Unterstützung hervor, die Pfarrer Kirchner allen Menschen in der Pfarreiengemeinschaft und auch ihm persönlich zuteil werden lies. Im Namen des Pastoralteams überreichte er ein eigens zur Verabschiedung angefertigtes Aquarell.

Das Bild zeigt die vier Pfarrkirchen in Neuss-Mitte: St. Quirin, St. Marien, Hl. Dreikönige und St. Pius X.
Es enthält ein Stück Dachbalken der 1644 abgebrannten ersten Kuppel von St. Quirin und wurde von Helmut Wessels gemalt.

 

 

 

 

Ebenso bedankte sich auch der PGR-Vorsitzende für dessen großen Einsatz. Herr Wehres betonte , dass dem scheidenden Pfarrer besonders die Liturgie und deren würdige Feier immer sehr am Herzen lag.

 

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Neuss, Gisela Hohlmann, stellte – als Politikerin und als Gemeindemitglied – vor allem den Menschen Kirchner in den Vordergrund ihrer Rede: sie bezeichnete ihn als offen, freundlich und stets den Menschen zugewandt. Mit dieser gewinnenden Art habe Pfarrer Kirchner auch mit seinem Engagement für zahlreiche von ihm unterstützte Flüchtlinge über die Grenzen der Pfarreiengemeinschaft hinweg Eindruck gemacht.

Prof. Dr. Hortmanns, Kirchengemeindeverband Neuss-Mitte, rundete die Reden mit einer Clownsgeschichte ab. Die Idee dazu habe er von Pfarrer Kirchner „geklaut“, der vor ein paar Jahren ebenfalls, vor einer Predigt in St. Kamillus eine Clownpuppe auf den Ambo gesetzt hatte. Pfarrer Kirchner habe so gezeigt, dass er immer wieder ungewöhnliche, überraschende Wege geht, um Menschen anzusprechen und zu begeistern, also auch um Menschenfischer zu sein.

 

Viele Menschen durften erfahren, dass Pfarrer Kirchner aktiv zuhören und sich dabei selbst zurücknehmen kann. So schaffe er einen Raum für sein Gegenüber, das sich entsprechend öffnen kann. Durch dieses richtige Zuhören und ehrliche Verstehenwollen erreicht er einen konstruktiven Austausch und setzt Dinge in Bewegung. „Das zeichnet ihn als Mensch und Seelsorger besonders aus!“, so Prof. Hortmanns.

Zustimmung fand dies bei vielen der Mitfeiernden, die alle Reden mit langanhaltendem Applaus begleiteten.

Zur besonderen Feierlichkeit des Hochfestes trug nicht zuletzt die liebevoll gestaltete Musik unter der Leitung von Seelsorgebereichsmusiker Peter Höngesberg bei. Es erklungen u. a. die Messvertonung op. 167 für zweistimmigen Frauenchor der Französin Cécile Chaminade (1857-1944). Mit Lioba Mollenhauer/Sopran 1 und Gertrud Kieser/Alt 1 wirkten zwei Sängerinnen aus dem Sendungsraum Neusser Süden mit, in dem Pfarrer Kirchner in den zurückliegenden zehn Jahren ebenfalls zahlreiche priesterliche Dienste geleistet hat. Zusammen mit Christina Schnoklake/Sopran 2, Peter Höngesberg/Alt 2-Countertenor und Dominik Tukaj/Orgel musizierten sie hier ganz im Sinne „Gott zur Ehr’ und dem Nächsten zur Freude”. Damit wurde sowohl der Dreifaltigkeitssonntag kirchenmusikalisch einfühlsam gestaltet, als auch die in den Reden mehrfach hervorgehobene Wertschätzung feierlicher Liturgie durch Pfr. Kirchner gewürdigt.

 

Wir verabschieden einen liebenswerten, einfühlsamen Menschen und einen guten Hirten – jemanden, der sich zehn Jahre intensiv zum Wohle Aller in Neuss-Mitte und auch in Neuss-Süd eingesetzt hat. Wir lassen ihn ziehen mit dem Auftrag, den der Herr uns im Tagesevangelium erteilt hat:

„Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und
des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“

Pfarrer Kirchner beendete seine Predigt mit den Worten des Tagesgebetes.
Mit dieser Bitte wünschen wir ihm und uns allen Gottes Segen für die Zukunft:

 

„Herr, himmlischer Vater,
gib, dass wir im wahren Glauben
die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen
und die Einheit der drei Personen in ihrem machtvollen Wirken verehren.“

 

CS
Bilder: © Markus Marcinek

Bereits am Samstag vor Pfingsten, 22.5.2021, wurde Pfarrer Kirchner liebevoll in Neuss-Süd verabschiedet:

https://www.katholisch-neuss-sued.de/aktuelles-veranstaltungen/aktuelles/Verabschiedung-von-Pfarrer-Kirchner/