Was die Avengers oder Batman mit Quirinus zu tun haben…

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Kirchen, liebe Pfarreiengemeinschaft,

Carlsen, Marvel, DC, Shueisha, Dupuis: große Verlage, die vor allem Comics bzw. Mangas vertreiben. Als Kind und Jugendlicher waren mir die Verlage weniger bekannt, um so mehr die Comics. Dragonball, Spirou und Fantasio, Lucky Luke, Asterix und Obelix, Watchman, Batman, Maus, Peanuts, Spiderman, Peanuts, Calvin und Hobbes oder Akira waren für mich geläufige Namen. Bis heute kann ich mich für Comics und Mangas begeistern. Nicht nur mir geht es so, sondern weltweit vielen Millionen Menschen mehr. Quer durch alle Altersklassen, soziale Schichten und Geschlechter finden Comics ihre Leser*innen. Warum? Für mich sind Comics bebilderte Geschichten, die mir als Kind schon früh neue erzählerische Horizonte erschließen konnten. Einfach aus dem Grund, weil ich eher sehen als lesen konnte. Die Botschaft, die Geschichte selber liegt in Comics nicht nur im geschriebenen Wort, sondern im gemaltem Bild und kann mich so schnell in einen Sog ziehen. Bis heute finde ich in Bildern einen unmittelbaren Zugang zu Geschichten und Erzählungen.

Da mit dem kommenden Sonntag die Quirinuswoche eingeläutet wird, habe ich mir einen Comic vor Kurzem nochmal angeschaut; den Quirinus-Comic. Der findet sich auf dem Quirinusschrein und erzählt vom Werdegang des Quirinus – vom römischen Tribun bis zum Heiligen. Beim Betrachten der in den Schrein eingearbeiteten Stationen seines Lebens- und Glaubenswegs ging mir folgende Frage durch den Kopf:
War sich Quirinus selber immer so darüber im Klaren, wohin sein Weg mit Gott führt?
Vielleicht nicht im Sinne eines ausgearbeiteten Plans mit Milestones oder Reaching Points, sondern Klarheit im Sinne eines Gespürs bzw. Gefühls, wie Gott zu uns und für uns ist.
Im Ersten Johannesbrief steht: „Gott ist größer als unser Herz“ (1 Joh 3,20). Ich spüre und fühle das auch. Gott ist größer in dem, was wir denken, was er von und mit uns will. Er ist größer in dem, was wir meinen, was anderen Menschen gut tut. Es bedeutet NICHT, jetzt nichts zu machen, aufzugeben, zu resignieren. Es bedeutet weiterhin, das Gute zu tun und zu wollen. Die Rückkopplung dafür ist Gott in unserem Herzen und in unserem Kopf. Denn: Gott ist zwar größer als unser Herz, aber nicht außerhalb davon.

Einen etwas genaueren Blick auf die Bildergeschichte des Hl. Quirinus finden Sie hier. Dank an Uwe Strunck, der die Fotos zu Verfügung gestellt hat.

Thomas Burgmer, Pastoralreferent